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Hinzu kommt,
dass Kanada als
Produktionsstandort im Vergleich
zu den USA zur Zeit auch erheblich
kostengünstiger ist. Seit dem
Inkrafttreten des zwischen Kanada
und den USA geschlossenen Frei-
handels- und des NAFTA-Abkom-
mens haben die kanadischen Unternehmen ihre Kosten drastisch gesenkt,
die Produktivität erhöht und damit ihre Wettbewerbsfähig-
keit deutlich verbessert. Dadurch sind die kanadischen Exporte auf Rekordhöhe
gestiegen. Die Waren- und Dienstleistungsexporte in die USA belaufen sich
jährlich auf mehr als 220 Milliarden Dollar und der Handel mit den
USA weist einen Überschuss von mehr als 40 Milliarden Dollar auf.
Die Bera- tungsgesellschaft der KPMG hat
eine Studie erstellt, in der die standortabhängigen Kosten in acht
US- und in zwölf kanadischen Städten in acht verschiedenen Wirtschaftsbereichen
miteinander verglichen werden. Das Ergebnis war eindeutig: In allen Bereichen
war der jeweilige kanadische Standort der kostengünstigste. Alle
kanadischen Städte schnitten gegenüber den Vergleichsstand-
orten in den USA besser ab.
Aufgrund dieses Kostenvorteils investierten US-Unternehmen er-
hebliche Summen in Kanada, um
von hier aus ihren eigenen Markt zu bedienen.
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In
vielen Bereichen verfügt Kanada
über Spitzentechnologien, die sich
deutsche Firmen in Kanada zunutze
machen können, z. B. Informa-
tions technologie, Telekommuni- kation, Verarbeitung von Rohstof-
fen, Metall- und Kunststoffen,
Verkehrswesen, Luft- und Raum-
fahrt, Geographische Informa- tionssysteme, Gen- und Medizin-
technik, Biotechnologie, Com-
putersoftware, Flugsimulatoren,
Satelliten- und Umwelttechnik.
Kanadas Potential an fachlich quali-
fizierten Arbeitskräften ist groß. Für
Hochschulbildung und berufliche
Weiterbildung stellen Bundesregie-
rung und Provinzen ansehnliche
Mittel bereit. Kanada verfügt über
ein großes Angebot an hervorra-
gend ausgebideten Ingenieuren
und Technikern. Die Absolventen
für Computer-Animation der Uni-
versität von Waterloo etwa sind als
Experten in ganz Nordamerika ge-
fragt. Neun der wichtigsten nord-
amerikanischen Universitätspro-
gramme im Bereich Elektrotechnik werden an kanadischen Hochschu-
len durchgeführt.
Viele internationale engagierte
Firmen wissen die niedrige Per-
sonalfluktuation und die geringe
Fehlrate in kanadischen Betrieben
zu schätzen.
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So
beläuft sich etwa nach den An-
gaben von Siemens die Perso-
nalfluktuation in den kanadischen
Niederlassungen des Unterneh-
mens pro Jahr auf unter 5%. Zum Vergleich: In den USA lag sie bei 15%, in
Mexiko war sie noch wesentlich höher. Für die Unternehmen bedeutet
diese Beständigkeit des Personals niedrigere Anlernkosten, höhere
Arbeitsproduktivität und eine bessere Qualität der Produkte.
Kanada ist bekannt für seinen
Reichtum an Bodenschätzen und
ist ein weltweiter Rohstofflieferant.
Kanada verfügt über fast alle von
der Industrie benötigten Erze und
Mineralien. In der Weltrangliste der
Förderländer liegt es - trotz gesun-
kener Nachfrage und verschärften
Weltmarktbedingungen - noch
immer an dritter Stelle. Für Herstel-
lungs- und Verarbeitungsbetriebe,
die auf diese Rohstoffe angewie-
sen sind, ist Kanada ein idealer
Standort.
Die Preise für Erdgas und Strom
sind in Kanada, verglichen mit
Europa und den USA, konkurrenz-
los niedrig. Energieintensive Ver-
arbeitungsindustrien wissen diesen
Vorteil zu schätzen.
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Kanada ist
ein hervorragender
Standort für Forschung und Ent-
wicklung. Kanadas Steuergesetz-
gebung für Forschung und Ent-
wicklung gehört zu den attraktiv-
sten aller Industrieländer über-
haupt, wie eine vom "Converence
Board of Canada" veröffentlichte
Studie zeigt. Das heißt, dass in
Kanada für die in Forschung und
Entwicklung investierten Kosten
mehr Steuervorteile
gewährt wer-
den als in irgendeinem anderen
Industrieland. Zahlreiche deutsche Unternehmen haben entweder
allein oder in Kooperation mit kanadischen Partnern bereits von
den in Kanada üblichen niedrigen
Kosten für Forschung und Ent-
wicklung, Produktentwicklung oder
für
die Anpassung von Produkten an nordamerikanische Normen profitiert.
Dank des noch immer euro-
päisch geprägten sozio-kultu-
rellen Umfeldes des Landes
fühlen sich deutsche Unter-
nehmen in Kanada schnell
heimisch.
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Kanada
verfügt über einen
dynamischen Arbeitsmarkt. Mit
derzeit 67% hat Kanada eine
der höchsten Arbeitsmarktparti-zipationsraten der Welt, niedri-
ge Lohnkosten und gut ausge-
bildete Arbeitskräfte, von denen
die Hälfte über eine abge-
schlossene Universitäts- oder
Fachausbildung verfügen.
Nicht zuletzt weist Kanada eine
positive Wirtschaftsbilanz auf.
Dynamisches Wachstum, nie-
drige Zinsen und Inflation und
eine stabile Währung. All diese
Faktoren tragen dazu bei, dass
in Kanada ein attraktives In-
vestitionsklima herrscht.
Kanada bleibt das Vorzeigeland
unter den sieben großen Indu-
strienationen (G7). Für 2003
rechnet die kanadische Noten-
bank mit einem Wirtschafts-
wachstum von etwa 3%. Bereits
2002 hat Kanada die USA über-
troffen. Am Arbeitsmarkt ent-
standen im vergangenen Jahr
559.600 neue Jobs. Die Zahl
der Beschäftigten stieg um
3,7%, die höchste Wachstums-
rate seit 1987. Die Arbeitslo-
senquote ging auf 7,5 % zurück. |
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Sozialwesen
Kanada hat ein vorbildlich aus-
gebautes Sozialwesen und wahrscheinlich das beste Ge-
sundheitssystem der Welt. Die
gesetzliche Altersversorgung ist
in Kanada deutlich stabiler als
in Deutschland. Die Kranken-
kasse wird durch die Provinzen
abgedeckt. Versichert sind Arzt- und Spitalkosten infolge von
Krankheit oder Unfall. Die Be-
handlung der Patienten in den
modernen Krankenhäusern
Kanadas ist mindestens so gut, meistens jedoch wesentlich
besser als in Europa - und dies
alles noch zu einem Bruchteil
der Prämien in Deutschland.
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